October 28, 2010
Viruserkrankung und Krankenhaus
Lange nichts mehr gepostet, sorry.
Grund war, dass ich letzten Samstag nach schlimmen Bauchkrämpfen und erster ärzlticher Versorgung mit Fieber, Durchfall und Schmerzen krank zu Hause lag ehe ich dann Dienstag ins Shanghai East International Medical Center hier in Pudong gegangen bin. Nach erster Untersuchung meines Blutbilds kam dann die erste Hiobsbotschaft. Ich hatte mir einen ernsthaften Virus eingefangen, wohl irgendwas falsches gegessen oder getrunken. Das Ergebnis war, dass ich die nächsten zwei Tage im Krankenhaus bleiben sollte und eine Reihe von Infusionen gegen den Infekt bekam.
Die erste Nacht war dann von Übelkeit und einem unangenehmen Druckschmerz unten in der Bauchnähe geprägt. Als das am nächsten Morgen nicht besser wurde, überbrachte mir der Arzt die nächste Hiobsbotschaft. Akute Gefahr auf Blinddarmdurchbruch. Eine Operation am selben Tag sei unbedingt notwendig. Anscheinend hat der Virus seine Spuren auch am Blinddarm hinterlassen, der sich dann so entzündet hat, das alles zu spät war.
Mit dieser Schocknachricht hab ich erstmal Regina und meinen Vater informiert, danach hab ich den freundlichen Hiweis erhalten, was mich denn die OP kosten würde und ich das Geld doch bitte vor der OP vorstrecken müsste. Nach langen Gesprächen und der Hilfe einer sehr netten Arzthelferin aus Südafrika, die aber mit einem Deutschen verheiratet ist scheint es, dass das Krankenhaus noch rechtzeitig vor der OP noch ein Garantieschreiben von meiner Versicherung bekommen hat (nehme ich an, denn gezahlt hab ich nix und sonst hätten die mich nicht operiert).
Regina war die meiste Zeit bei mir, worüber ich sehr dankbar war und bin. Nicht gerade sehr angenehm, in einem fremden Land, in dem man die Sprache nicht spricht untersucht und vor allem operiert zu werden. Für sie ist es auch nicht einfach jetzt alles unter einen Hut zu bekommen. Job und dann das hier noch.
Die OP verlief gut, Schmerzen halten sich in Grenzen. Die Ärzte sind jetzt nur ein wenig beunruhigt ob meinem geringen Ruhepuls. Auch mein Hinweis, dass ich früher viel gesportelt hab, hat leider nicht ausgereicht sie zu beruhigen. Jetzt bekomm ich die nächten 24 Stunden noch ein besonderes Gerät angeheftet, das meinen Puls rund um die Uhr messen soll.
Das wichtigiste aber - ich fühle mich viel besser. Ihr braucht Euch also keine Sorgen machen. Alles wird gut. Ich bin positiv überrascht ob der Ausstattung hier und den Ärzten. Viele lokale Ärzte haben im Ausland studiert, so auch mein Chirurg, der in Yale seinen Abschluss gemacht hat und hier an der Uni als Uniprof lehrt.
Ich sende auch viele Grüße aus dem Krankenzimmer.
Posted by Claudio at October 28, 2010 03:55 AMAch herrje, Du armer!! Wie gruselig, in China, wo man nix versteht unters Messer zu müssen!!! Aber wenn der Operateur in Amerika studiert hat UND Prof ist, dann sollte es ja eigentlich nicht so schlimm sein, oder!!?? Ich sende Dir gaaanz viele Genesungswünsche und hoffe, dass Du bald nach Hause darfst. Drück Regina von mir, ich melde mich am Wochenende!! Küsschen, Kathi
Posted by: Kathi Z. at October 28, 2010 09:51 AMZum Glueck ist alles gut verlaufen! Gute Besserung!
Posted by: Roman at October 28, 2010 05:22 PMwie keine sorgen machen, scherzkeks... erst so ne schocknachricht texten, klar machen wir uns da ales sorgen! schick dir ganz viele gute-besserung-strahlen! halt die ohren steif, werd scho. musst noch lang im kkh bleiben???
ganz viele liebe grüße aus der heimat! dicker aufmunterungsdrücker für regi!!!haltet durch! bussi VR